Fahrt Gramatneusiedl

Gemeinsam fuhren Freunde der Betriebsseelsorge Linz und der Betriebsseelsorge Traisental am 19. Mai mit dem Bus nach Gramatneusiedl, um sich dort mit der Geschichte der Arbeitersiedlung Marienthal und dem Museum auseinanderzusetzen. Am Beginn der Arbeitersiedlung, die von der Gemeinde Gramatneusiedl zur Gänze aufgekauft  und renoviert wurde, wurden wir von Herrn Schwab erwartet. Er erzählte uns in spannenden Worten die Geschichte der Fabrik in Marienthal, die bis zum Anfang des 20. Jh. Garne erzeugte, und zu Ende der 1920er Jahre ihre Pforten schloss. Mit einem Schlag waren die Menschen der Siedlung arbeitslos. Das rege Vereinsleben und der Umgang miteinander veränderten sich, Spannung und Resignation herrschte. Mit dieser Situation und der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ befasst sich das vor 2 Jahren eröffnete Museum. Dort konnten wir in anschaulicher Weise sehen, wie bedeutend die Arbeit für die Menschen war, welch soziales Gefüge in der Arbeitersiedlung gelebt wurde und wie schrecklich die Auswirkungen der Schließung der Fabrik waren.

Bei der Rückfahrt machten wir noch Halt in Baden bei Wien, um einen Rundgang in der Stadt und im Kurpark zu machen.

Zurück im Betriebsseelsorgezentrum Herzogenburg stärkten wir uns mit Gegrilltem, vom Bauern gebackenem Brot, selbst gemachten Salaten, und anschließendem Kaffee und Kuchen und lernten uns bei einigen gemütlichen Stunden besser kennen.

Natürlich durfte zum Abschied der Freunde aus Linz die Arbeiterhymne „Brot und Rosen“ nicht fehlen.

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