Bergmesse

Bergmesse bei der Stockerhütte
Die Betriebsseelsorge Traisental lud am 4. Mai zum "Tag der Arbeit" erstmals zu einer Bergmesse beim Gipfelkreuz der Steinwandleiten bei der Stockerhütte oberhalb von Wilhelmsburg bzw. Traisen ein. Betriebsseelsorger Sepp Gruber und Martina Bzoch hatten die Messe mit nachdenklichen Texten und Liedern aus der Kirche und Arbeitswelt gestaltet . Die Bläser der Wilhelmsburger Tanzlmusi unterstützen bravourös den Gesang der gut 40 Bergfreundinnen und -freunde.


Betriebsseelsorger Franz Sieder aus Amstetten betonte in der Predigt anhand der Bibelstelle von den Weinbergarbeitern, die alle denselben Lohn erhielten, obwohl sie unterschiedlich lange gearbeitet hatten, die etwas andere Gerechtigkeit Gottes. Für Gott zählt nicht zuerst die Leistung eines Menschen, sondern einfach sein Menschsein und seine Bedürfnisse. Daher solle es auch heute das Bemühen der Kirche, aber auch der Gewerkschaften sein, vor allem auf die 'Letzten' und die 'Untersten' zu sehen und zu achten, dass das Einkommen für die Arbeitenden, aber auch für Behinderte oder andere, die aus dem Arbeitsprozess ausgeschlossen sind, zu einem menschenwürdigen Leben reicht und das weltweit. Er kritisierte dabei die neoliberale Leistungsgesellschaft, der es nur um Profitmaximierung und Ausnutzen der Arbeitskräfte, aber auch der Natur geht.

Wegen der etwas kühlen Frühlingstemperaturen klang die Bergmesse dann doch in der Stockerhütte bei gemütlicher Hüttenstimmung und Musik aus. „Die Bergmesse rund um den 1. Mai soll zu einer jährlichen Tradition werden“, so der Wunsch der meisten BesucherInnen. Ein Dank für die Unterstützung der Veranstaltung gilt der KAB  und dem Betriebsratsobmann von Laufen, Markus Berger.