Demo

Demo für bessere Bezahlung in Sozialberufen

Arbeitnehmer aus dem privaten Gesundheits- und Sozialbereich haben am Mittwoch, 30.1. für höhere Löhne demonstriert.
Kundgebungen fanden in Wien Linz, St. Pölten, Graz und Klagenfurt statt.
Auch Vertreter der Betriebsseelsorge Traisental und Amstetten unterstützten die Arbeitnehmer tatkräftig bei der DEMO in St. Pölten.

Die KV-Verhandlungen für die 120.000 Mitarbeiter der Branche sind seit 24. Jänner unterbrochen. Das Letztangebot der Arbeitgeber lag bei plus 2,4 Prozent, die Gewerkschafter wollen mindestens drei Prozent. Am 4. Februar wird weiter verhandelt.
Schon jetzt lägen die Einkommen im Sozial- und Pflegebereich um 18 Prozent unter dem Durchschnittseinkommen, zeigten sich der Vorsitzende der GPA-djp, Wolfgang Katzian, und vida-Vorsitzender Gottfried Winkler einig. Man lasse nicht zu, dass sich die Lohnschere noch weiter öffne. Soziale Arbeit sei mehr wert und gehöre fair entlohnt, forderten sie.
Bis jetzt gab es laut Gewerkschaft zwei Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern der Sozialwirtschaft Österreich sowie mit Caritas und Diakonie. Die Arbeitgeberseite habe eine Reallohnerhöhung verweigert, denn das Letztangebot würde nicht einmal die Teuerung von 2,58 Prozent abgelten. Die Gewerkschaften verlangen für die körperlich und physisch anstrengende Arbeit im Sozial- und Pflegebereich ein Plus von mindestens 3 Prozent. Im Jahr 2012 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um  3,2 Prozent.
Gefordert wird zudem eine bessere Anrechnung von Vordienstzeiten aus anderen Berufen und Zeiten der Elternkarenz. Variable Zuschläge wie jene für Sonntags- und Nachtarbeit sollten in die Berechnungsgrundlage für das Weihnachts- und Urlaubsgeld mit eingerechnet werden.

Foto: Max Bramberger von der BS Amstetten, Erich Janisch und Eva Pipan von der BS Traisental