Kamingespräch mit Andreas Gjecaj

Christine Plank und Andreas Gjecaj

„Christl. Soziallehre – eine gesellschaftliche Alternative?“

am 12. Jänner im BS-Zentrum in Herzogenburg


Der Referent Andreas Gjecaj (Bundessekretär der Frakt. Christl. Gewerkschafter im ÖGB) gab einen Überblick über die Entwicklung der pol. Verbände nach 1945, wo die christl. Soziallehre in Partei, Kirche und Gewerkschaft früher stark und heute nach außen kaum erkennbar erscheint.


Werte, die in der ökosozialen Marktwirtschaft manifestiert sind, sind heute einer liberalen Beliebigkeit gewichen.  Das Bild der Stadt als Symbol für die Gesellschaft mit ihren verschiedenen repräsentativen Häusern (Kirche, Rathaus, Markthalle, Schule….) ist heute einer riesigen Markthalle gewichen, wo die Finanzwirtschaft global die Geschicke diktiert.
Aktuelle Themen wie der Anschlag in Paris, der Höchststand der Arbeitslosigkeit in der EU und weltweit, die Forderung einer Besteuerung des Finanzvermögens, die derzeitige Zahnlosigkeit der  österreich. kath. Kirche in den Stellungnahmen und der Unkenntnis vieler Christen über die Aussagen der christl. Soziallehre haben die Diskussion anschließend bestimmt.
Die Achtung der Würde des menschlichen Lebens und die politische Manifestierung der Menschenrechte auch in den Religionen wurden als zentrale Lösungsansätze erkannt, was nur durch ein MITEINANDER gelingen kann. Helga Liedlbauer